Gesundsein beginnt mit mir

Und ehe man sich versieht, sind die guten Vorsätze wieder einmal auf der Strecke geblieben. Genau wie das Versprechen an uns selbst, dem eigenen Wohlbefinden endlich mehr Aufmerksamkeit zu schenken. In diesem Fall heisst das Zauberwort «Selfcare».

Neben Arbeit, Haushalt und Beziehung bleibt eines oft auf der Strecke: Wir selbst. Versunken im Alltagsstress bleibt keine Zeit für ausgewogene Mahlzeiten, die Gedanken kreisen ständig um Verpflichtungen und auch in der Nacht kehrt keine Ruhe ein. Die Bedürfnisse anderer scheinen eine wichtigere Rolle als die eigenen zu spielen. Hin und wieder ist das in Ordnung. Auf Dauer kostet das nicht nur Kraft, sondern schadet unserer Gesundheit. Die Folge: Stress, Gereiztheit, Antriebslosigkeit oder im schlimmsten Fall sogar Burnout und Depressionen. Umso wichtiger also, in sich selbst und die eigene Gesundheit zu investieren.

Quote

« Selfcare ist viel mehr als ein Schaumbad und ein gutes Buch.»

«Selbstfürsorge» oder der trendigere Begriff «Selfcare» beschreibt den Prozess, sich auf physischer und psychischer Ebene um die eigene Gesundheit zu kümmern. Konkret geht es um die Fähigkeit, auf sich und die eigenen Bedürfnisse zu achten, gut mit sich selbst umzugehen und sich aktiv um die eigene Gesundheit zu kümmern. Insbesondere in der hektischen Welt von heute, in der unsere Sinne oft völlig überfordert sind, ist Selfcare wichtiger denn je. Was sich früher ausschliesslich auf das Überleben bezog, kommt heute in den unterschiedlichsten Facetten daher und ist so vielfältig wie wir Menschen selbst.

In den sozialen Medien präsentiert sich Selfcare gerne als ein gemütliches Schaumbad mit Wein und einem guten Buch. Das sieht zwar schön aus und mag auch ein Teil des grossen Ganzen sein, schafft aber meist nur kurzfristig eine Besserung. Auf lange Sicht braucht es jedoch mehr, damit wir ganzheitlich gesund und zufrieden sind. Da Selbstfürsorge ein dehnbarer Begriff ist, lassen sich grob acht Arten der Selbstfürsorge definieren, die sich auf unterschiedliche Bereiche unseres Lebens beziehen. Dabei spielen unser physisches, mentales, soziales, spirituelles, intellektuelles, finanzielles und berufliches Wohlergehen sowie unser Umfeld eine entscheidende Rolle.

Selbstfürsorge beginnt also am eigenen Körper, hört dort allerdings lange nicht auf. Die ideale Lösung gibt es nicht. Jeder muss und darf für sich selbst experimentieren und herausfinden, welcher Bereich seines Lebens im jeweiligen Moment an Aufmerksamkeit bedarf. Sich um sich selbst zu kümmern, will gelernt sein. Denn Selbstfürsorge ist ein Skill, den wir nicht von heute auf morgen erlernen. Vielmehr ist es ein ständiges Training. Sich Zeit für sich zu nehmen, ist nicht nur im Sinne der Gesundheitsförderung wichtig, sondern gerade zur Prävention und Aufrechterhaltung der Lebensqualität notwendig. Also investieren Sie regelmässig in sich selbst und Ihr wertvollstes Gut: Ihre Gesundheit.

Die acht Arten der Selbstfürsorge

Physisch

Die physische Selfcare zählt wohl zu den offensichtlichsten Arten der Selbstfürsorge. Dazu zählen eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und genügend Schlaf. Aber auch regelmässige Arztbesuche spielen hier eine wichtige Rolle.

Mental

Dieser Bereich beschäftigt sich mit unserem psychischen Wohlbefinden. Sich selbst zu reflektieren, verschiedenste Gefühle zuzulassen, sie zu verstehen und zu verarbeiten, ist das Ziel der emotionalen Selfcare. Lachen, Weinen, Tagebuch schreiben oder Therapiebesuche sind hier Wege der Selbstfürsorge.

Sozial

Der Mensch ist ein soziales Wesen und als solches sind Beziehungen zu anderen essenziell für sein Wohlbefinden. Daher ist auch die Beziehungspflege ein Teil der Selfcare. Es gilt, Zeit mit Menschen zu verbringen, die einem guttun und einen inspirieren. Gleichzeitig geht es darum, die Zeit mit Menschen, die einem Energie rauben, zu minimieren. Soziale Selfcare ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

Spirituell

Sich mit den Überzeugungen und Werten auseinanderzusetzen, die einen im Kern ausmachen, gilt ebenfalls als Form der Selbstfürsorge. Dazu zählt auch nach diesen Werten zu leben, sie zu hinterfragen und den Sinn des Lebens zu erkunden.

Intellektuell

Hier geht es darum, bestehendes Wissen und Fähigkeiten auszubauen. Der inneren Neugierde nachgehen, sich einen neuen Skill aneignen, etwas lesen, einem Verein oder Club beitreten sind hier Möglichkeiten, sich um das intellektuelle Wohlbefinden zu kümmern.

Finanziell

Finanzielle Absicherung kann ebenfalls eine Form der Selbstfürsorge sein. Es gilt, sich Gedanken um eine Altersvorsorge, das eigene Budget, Investitionen und Anschaffungen zu machen.

Umgebung

Die Umgebung, in der wir uns befinden, trägt ebenfalls ihren Teil zu einem ganzheitlichen Wohlbefinden bei. Dazu zählen beispielsweise ein Zuhause zu schaffen, das den eigenen Vorstellungen entspricht, das Ausmisten oder das Bett machen.

Beruflich

In diesem Bereich setzt sich Selfcare mit der eigenen Zufriedenheit und der Erfüllung im Berufsleben auseinander. Das Neinsagen, die Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen, für ausreichend Pausen zu sorgen und sich beruflich weiterzuentwickeln, sind Teil dieser Art der Selbstfürsorge.

Ihr Webbrowser ist veraltet

Aktualisieren Sie Ihren Browser für mehr Sicherheit, Geschwindigkeit und ein gutes Nutzererlebnis.

Browser aktualisieren Fortfahren